Ehe die Blüten verstieben,
Ehe noch dunkelt das Grün,
Mädchen, o lasset euch lieben,
Ehe die Wunder verglühn!
Die euch umschwärmen, die Knaben,
Jugendlich sehnend wie ihr,
Laßt ihre Küsse sie haben
Ohne Gescheu und Gezier!
Ihr mit den leuchtenden Stirnen!
Wartet ihr gern auf die Zeit,
Bis das Geschäker von Dirnen
Ihnen die Lippen entweiht?
Jeder am duftenden Munde
Hange der liebe Gesell -
Sei euch die weckende Stunde
Heilig und blütenhell!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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