Komm, ich atme Seelendüfte,
  die sich jener Wang’ entschwangen,
Und dem Herzen ward ein Zeichen
  eingedrückt von jenen Wangen.

Ist die Deutung auch geblieben
  von der Huris heil’gem Prangen!
Kommentare sind geschrieben,
  lest sie ab von jenen Wangen!

Zedern wurden krumm wie Weiden,
  als wir jenen Wuchs besangen,
Du errötetest bescheiden,
  Rosenbeet, vor jenen Wangen.

Von der Weiße deiner Glieder
  sind Jasmine schambefangen,
Und in Blut getaucht der Flieder
  durch den Purpur jener Wangen.

Düfte hat die Moschusblase
  nur aus jenem Haar empfangen.
Rosenwasser prunkt im Glase
  mit Geruch von jenen Wangen.

Weil sie dich geliebt, den Stolzen,
  ist die Sonn’ in Schweiß zergangen,
Und der Neumond ist geschmolzen
  in der Höh’ vor jenen Wangen.

Übersetzung: August Graf von Platen


Das Gedicht "Komm, ich atme Seelendüfte…" stammt von   (1319 - 1389).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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