Als ich ins Licht der Sonne sprang,
stand meines Lebens Zickzackgang
schon unzerstörbar vorgeschrieben;
nun springe ich die Wege lang
und fange diesen Zickzackgang
wahrhaftig leise an zu lieben -
doch dieser letzte Zickzackgang
und lendenlahme Liebessang
ist eben auch schon vorgeschrieben.
Das Gedicht "Amor fati" stammt von Gustav Sack (1885 - 1916).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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