Sie tönen alle laut in mir zusammen
Die reinen Hymnen vaterländ′scher Dichter;
In meinem deutschen Herzen wird es lichter:
Nicht schäm′ ich mich, von solchem Volk zu stammen.
Ob auch erloschen seines Mutes Flammen,
Doch immer aus geweihten Sängen spricht er;
Es hält der Kraft Ermunterer und Richter,
Der Dichtung Geist, die Seelen noch beisammen.
So schallet über die gefällten Eichen
Und über des gestürzten Haines Trümmer
Der Vögel lieblicher Gesang noch immer.
Sie singen ihre heil′gen Grabeslieder
Auf die gefallnen Riesenstämme nieder,
Und Wiegensang den neu aufblühnden Zweigen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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