Ich fragte meine Schöne:

Wie soll mein Lied dich nennen?

Soll dich als Dorimene,

Als Galathee, als Chloris,

Als Lesbia, als Doris,

Die Welt der Enkel kennen?

 

Ach! Namen sind nur Töne:

Sprach meine holde Schöne.

Wähl′ selbst. Du kannst mich Doris,

Und Galathee und Chloris,

Und – wie du willst mich nennen;

Nur nenne mich die Deine.


Das Gedicht "Die Namen" stammt von   (1729 - 1781).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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