Ein trunkner Dichter leerte

Sein Glas auf jeden Zug;

Ihn warnte sein Gefährte:

Hör′ auf! du hast genug.

 

Bereit vom Stuhl zu sinken,

Sprach der: Du bist nicht klug;

Zu viel kann man wohl trinken,

Doch nie trinkt man genug.


Das Gedicht "Antwort eines trunknen Dichters" stammt von   (1729 - 1781).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte