Stille,
belebt von Innen her:
Gewesenheiten
ganz frühe Bande,
zarte, todgelöste;
auch Tage voll von Büschen von Jasmin
und Früchteschalen zwischen einem Paar
fragloser Gläubigkeit, zwei Flammen.

Stille,
von fernen Höfen her
Bereitungen von Fest und Heimatfühlen:
Klopfen von Teppichen,
auf denen, frisch gerichtet,
dann Schritte vieler gehn
in Glück und Liebe.

Stille,
das Einstige und Kommendes für Fremde,
und wo das Heutige, ein dunkler Laut:
„bleib noch an meiner Seite,
vielleicht nicht lange mehr,
zuviel Verfall in mir
zu schwer
und müde.“


Das Gedicht "Stille" stammt von   (1886 - 1956).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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