Zum Zeuxis prahlt′ einst Agatharch, ein kleiner,
Fixfingriger, behender Pinselmann:
"So schnell, wie ich, malt wohl so leicht nicht Einer!" -
"Und ich", hub Zeuxis ruhig an,
"Ich rühme mich, daß ich so langsam malen kann!" -
Und Fingerfix nennt jetzt fast keiner;
Den Zeuxis noch fast Jedermann.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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