Ich möchte in dir hochwellen,

Grüner Baum!

Ich möchte treibfroh in deinen Markzellen

Aufschwellen

Bis in den Wipfeltraum

Lichtoben –

 

Ich möchte in die Lichtweiten

Hundert Arme breiten

Wie Zweige –

Armzweige mit Blätterfingern

Und dann fühlen wie Mittagsgluten,

Wie Lichtfluten

Durch sie schlingern –

 

Ich möchte aus deinem Wirbelkopf,

Lebensbaum,

Aus dem Laubtraum

Wie Lichtgetropf,

Wie Windsingen

Mich aufschwingen

In den Weltraum!


Das Gedicht "Ich möchte hundert Arme breiten" stammt von   (1890 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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