Fenster schließen, glimmern stille,

Häuslein rücken Dach an Dach

Himmel stehen feiernd stille,

Mond wird Silberfrucht und wach.

Müder Leib schläft in der Stille,

Herz schlägt alle Stunden nach,

Lebt für sich durch Schlaf und Stille –

Wohin denn? wozu? aus wessen Wille?

Lautlos, langsam fallen Wand und Dach.


Das Gedicht "Dorfabend" stammt von   (1890 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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