Ich sah dich weinen,- hell und schwer

Die Trän` im tiefsten Blau;

Da däuchte mir, daß Auge wär`

Ein Veilchen, feucht von Tau.

Ich sah dich lächeln,- bleich und fahl

Erschien des Saphiers Glühn,

Besiegt von dem lebend`gem Strahl.

Den deine Blicke sprühn.

 

Wie das Gewölk den goldnen Saum

Von jener Sonn` empfängt,

Den selbst der Abendschatten kaum

Vom Himmelszelt verdrängt,

So strahlt dein Lächeln all sein Glück

Ins finstere Gemüt

Und läßt den Sonnenschein zurück,

Der hell das Herz durchglüht.


Das Gedicht "Ich sah Dich weinen" stammt von   (1788 - 1824).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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