Ich sah dich weinen,- hell und schwer
Die Trän` im tiefsten Blau;
Da däuchte mir, daß Auge wär`
Ein Veilchen, feucht von Tau.
Ich sah dich lächeln,- bleich und fahl
Erschien des Saphiers Glühn,
Besiegt von dem lebend`gem Strahl.
Den deine Blicke sprühn.
Wie das Gewölk den goldnen Saum
Von jener Sonn` empfängt,
Den selbst der Abendschatten kaum
Vom Himmelszelt verdrängt,
So strahlt dein Lächeln all sein Glück
Ins finstere Gemüt
Und läßt den Sonnenschein zurück,
Der hell das Herz durchglüht.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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