Als Vampyr fährst zur Erde du,

Dein Leichnam hat im Grab nicht Ruh,

Gespenstisch schleicht er durch dein Haus,

Saugt?s Herzblut all der deinen aus,

Daß Schwester, Mutter, Gattin hold,

Tief nachts der Lebensstrom entrollt;

Doch deinem Leichnam, kraß und fahl,

Soll Ekel sein solch Henkersmal;

Dein Opfer soll in dir, eh?s starb,

Den Dämon kennen, der?s verdarb;

Dir fluchen soll?s, du sollst?s verdammen,

Kein Sproß soll deinem Haus entstammen...

Von hag?rer Lipp? und eklem Zahn

Träuft?s beste Blut der deinen dann,

Bis heimgejagt ins Grab voll Grausen,

Du mit der Höllenschar mögst hausen,

Die vor?m Gespenst, mehr fluchenswert

Als sie, sich schaudern abwärts kehrt.


Das Gedicht "Der Giaur -Fragment-" stammt von   (1788 - 1824).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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