Mietegäste vier im Haus

Hat die alte Buche.

Tief im Keller wohnt die Maus,

Nagt am Hungertuche.

 

Stolz auf seinen roten Rock

Und gesparten Samen

sitzt ein Protz im ersten Stock;

Eichhorn ist sein Namen.

 

Weiter oben hat der Specht

Seine Werkstatt liegen,

Hackt und zimmert kunstgerecht,

Daß die Späne fliegen.

 

Auf dem Wipfel im Geäst

Pfeift ein winzig kleiner

Musikante froh im Nest.

Miete zahlt nicht einer.


Das Gedicht "Die Gäste der Buche" stammt von   (1840 - 1905).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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