Ach, was bleibt? - Ein kleiner Hügel,

Drüben mit dem leichten Flügel

Froh ein Sommerfalter fliegt

Und das Gras im Wind sich wiegt.

Eine Weile Angedenken

Mag man wohl den Schläfer schenken;

Bald weiß niemand, wer da liegt

 

Manche, die der Ruhm erhoben,

Hört man ein Jahrhundert lang,

Bis auch sie die Zeit verschlang.

Die zum Höchsten einst erkoren -

Ihr Gedächtnis ging verloren,

Wie ein Lied im Wind verklang.

 

Fern noch ragen mächt′ge Gipfel

Als der Menschheit stolze Wipfel

Leuchtend aus dem Nebelmeer:

Alexander und Homer.

Aber jene Zeit wird kommen,

Da auch sie im Duft verschwommen

Und es nennt sie keiner mehr.

 

Unterdes in ew′gen Kreisen

Und in altgewohnten Gleisen

Ihre Bahn die Erde geht,

Achtlos, was auf ihr besteht.

Achtlos auf der Menschheit Träume,

Wandelt sie durch Weltenräume,

Bis auch sie auch in Staub verweht.


Das Gedicht "Was bleibt?" stammt von   (1840 - 1905).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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