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Wechsel


Auf Kieseln im Bache da lieg′ ich, wie helle!

Verbreite die Arme der kommenden Welle,

Und buhlerisch drückt sie die sehnende Brust;

Dann führt sie der Leichtsinn im Strome danieder;

Es naht sich die zweite, sie streichelt mich wieder:

So fühl′ ich die Freuden der wechselnden Lust.

 

Und doch, und so traurig, verschleifst du vergebens

Die köstlichen Stunden des eilenden Lebens,

Weil dich das geliebteste Mädchen vergißt!

O ruf′ sie zurücke, die vorigen Zeiten!

Es küßt sich so süße die Lippe der Zweiten,

Als kaum sich die Lippe der Ersten geküßt.



(* 28.08.1749, † 22.03.1832)




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