Und frische Nahrung, neues Blut

Saug′ ich aus freier Welt;

Wie ist Natur so hold und gut,

Die mich am Busen hält! Die Welle wieget unsern Kahn

Im Rudertakt hinauf,

Und Berge, wolkig himmelan,

Begegnen unserm Lauf.

 

Aug′, mein Aug′, was sinkst du nieder?

Goldne Träume, kommt ihr wieder?

Weg, du Traum! so Gold du bist;

Hier auch Lieb′ und Leben ist.

 

Auf der Welle blinken

Tausend schwebende Sterne,

Weiche Nebel trinken

Rings die türmende Ferne;

Morgenwind umflügelt

Die beschattete Bucht,

Und im See bespiegelt

Sich die reifende Frucht.


Der Text des Gedichts "Auf dem See" stammt von (* 1749-08-28, † 1832-03-22).




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