Das ist mir ein Trost in Zweifel und Leid:

Wer wirklich gut ist, der ist auch gescheit!

 

Doch auch dies andere macht mir Mut:

Wer ganz gescheit ist, der ist auch gut!

 

Die schlauen Schufte, die Herzensschlechten,

Die gern so klug sich dünken möchten:

 

Sie sind im Grunde nur schwache Köpfe,

Arme Schlucker und traurige Tröpfe!

 

Und jene Guten, jene Bequemen,

Die ihre Beschränktheit für heilig nehmen:

 

So oft sie richten nach ihrem Recht,

Sind sie gar nicht gut, sind sie herzlich schlecht!

 

Das macht mir das Leben trotz allem zum Feste,

Daß der Beste der Klügste, der Klügste der Beste.


Der Text des Gedichts "Gut und klug" stammt von (* 1866-12-04, † 1928-03-29).




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