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Peregrina


Ein Irrsal kam in die Menschengärten

Einer einst heiligen Liebe.

Schaudernd entdeckt ich verjährten Betrug.

Und mit weinendem Blick, doch grausam,

Hieß ich das schlanke,

Zauberhafte Mädchen

Ferne gehen von mir.

Ach, ihre hohe Stirn

War gesenkt, denn sie liebte mich;

Aber sie zog mit Schweigen

Fort in die graue

Welt hinaus.

 

Krank seitdem,

Wund ist und wehe mein Herz.

Nimmer wird es genesen!

 

Als ginge, luftgesponnen, ein Zauberfaden

Von ihr zu mir, ein ängstig Band,

So zieht es, zieht mich schmachtend ihr nach!

- Wie, wenn ich eines Tags auf meiner Schwelle

Sie sitzen fände, wie einst, im Morgen-Zwielicht,

Das Wanderbündel. neben ihr,

Und ihr Auge, treuherzig zu mir aufschauend,

Sagte, da bin ich wieder

Hergekommen aus weiter Welt!



(* 08.09.1804, † 04.06.1875)




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