Und die mich trug in Mutterleib,

Und die mich schwang im Kissen,

Die war ein schön frech braunes Weib,

Wollte nichts vom Mannsvolk wissen.

 

Sie scherzte nur und lachte laut

Und ließ die Freier stehen:

"Möcht′ lieber sein des Windes Braut,

Denn in die Ehe gehen!"

 

Da kam der Wind, da nahm der Wind

Als Buhle sie gefangen:

Von dem hat sie ein lustig Kind

In ihren Schoß empfangen.


Der Text des Gedichts "Jung Volkers Lied" stammt von (* 1804-09-08, † 1875-06-04).




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