Zierlich ist des Vogels Tritt im Schnee,

wenn er wandelt auf des Berges Höh′:

Zierlicher schreibt Liebchens liebe Hand,

schreibt ein Brieflein mir in ferne Land′.

 

In die Lüfte hoch ein Reiher steigt,

dahin weder Pfeil noch Kugel fleugt:

Tausendmal so hoch und so geschwind

die Gedanken treuer Liebe sind.


Der Text des Gedichts "Jägerlied" stammt von (* 1804-09-08, † 1875-06-04).




Weitere gute Gedichte von Eduard Mörike zum Lesen.



Zur Startseite dieser Gedichtesammlung