Noch unverrückt, o schöne Lampe, schmückest du,

An leichten Ketten zierlich aufgehangen hier,

Die Decke des nun fast vergeßnen Lustgemachs.

Auf deiner weißen Marmorschale, deren Rand

Der Efeukranz von goldengrünem Erz umflicht,

Schlingt fröhlich eine Kinderschar den Ringelreihn.

Wie reizend alles! lachend, und ein sanfter Geist

Des Ernstes doch ergossen um die ganze Form -

Ein Kunstgebild der echten Art. Wer achtet sein?

Was aber schön ist, selig scheint es in ihm selbst.


Der Text des Gedichts "Auf eine Lampe" stammt von (* 1804-09-08, † 1875-06-04).




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