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Schwüle


Trüb verglomm der schwüle Sommertag,

Dumpf und traurig tönt mein Ruderschlag -

Sterne, Sterne - Abend ist es ja -

Sterne, warum seid ihr noch nicht da?

 

Bleich das Leben! Bleich der Felsenhang!

Schilf, was flüsterst du so frech und bang?

Fern der Himmel und die Tiefe nah -

Sterne, warum seid ihr noch nicht da?

 

Eine liebe, liebe Stimme ruft

Mich beständig aus der Wassergruft -

Weg, Gespenst, das oft ich winken sah!

Sterne, Sterne, seid ihr nicht mehr da?

 

Endlich, endlich durch das Dunkel bricht -

Es war Zeit! - ein schwaches Flimmerlicht -

Denn ich wußte nicht, wie mir geschah.

Sterne, Sterne, bleibt mir immer nah.



(* 11.10.1825, † 28.11.1898)




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