Nach oben

Ich würd es hören


Läg dort ich unterm Firneschein

Auf hoher Alp begraben,

Ich schliefe mitten im Juchhein

Der wilden Hirtenknaben.

 

Wo sonst ich lag im süssen Tag,

Läg ich in dunkeln Decken,

Der Laue Krach und dumpfer Schlag,

Er würde mich nicht wecken.

 

Und käme schwarzer Sturm gerauscht

Und schüttelte die Tannen,

Er führe, von mir unbelauscht,

Vorüber und von dannen

 

Doch klänge sanfter Glockenchor,

Ich liesse wohl mich stören

Und lauscht ein Weilchen gern empor,

Das Herdgeläut zu hören.



(* 11.10.1825, † 28.11.1898)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Noch kein Kommetar vorhanden!