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Ein Lied Castelards


Sehnsucht ist Qual!

Der Herrin wag ichs nicht zu sagen

Ich wills den dunkeln Eichen klagen

Im grünen Tal:

Sehnsucht ist Qual.

 

Mein Leib vergeht

Wie schmelzend Eis in bleichen Farben

Sie sieht mich dursten, lechzen, darben

Bleibt unerfleht -

Mein Leib vergeht.

 

Doch mag es sein

Dass sie an ihrer Macht sich weide!

Ergötzt sie grausam sich an meinem Leide,

So denkt sie mein -

Drum mag es sein.

 

Sehnsucht ist Qual!

Dem Kühnsten macht die Folter bange,

Ein Grab, darin ich nichts verlange,

Gib mir, o Tal!

Sehnsucht ist Qual.



(* 11.10.1825, † 28.11.1898)




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