Liebe? – Liebe darf ich dir nicht schenken:

Ach! das strenge Schicksal will es nicht;

Meiden muss ich dich – dies wird dich kränken;

Aber dich vergessen werd' ich nicht; -

 

Ach! Die Zeit wird deine Triebe lenken,

Folge guter Jüngling deiner Pflicht,

Ewig werth macht mir dein Angedenken,

Was für mich in deinem Herzen spricht.

 

Ein Gefühl, geläuterter als Liebe,

Gränzenlos wie deine Zärtlichkeit,

Freundschaft, wie vielleicht kein Mann sie beuth,

 

Sey Ersatz für hoffnungslose Liebe,

Sey der Dank für die besiegten Triebe,

Und der Lohn für deine Redlichkeit!


Das Gedicht "Liebe" stammt von   (1768 - 1839).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

 

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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