Wenn Du noch eine Mutter hast

so danke Gott und sei zufrieden

nicht allen auf dem Erdenrund

ist dieses hohe Glück geschieden.

 

Sie ist dein Sein, sie ist Dein werden

sie ist Dein allerhöchstes Gut

sie ist Dein größter Schatz auf Erden

der immer Dir nur Gutes tut.

 

Sie hat von ersten Tage an

für dich gelebt, in bangen Sorgen

sie brachte abends dich zur Ruh

und weckte küssend dich am Morgen

 

Und warst du krank, sie pflegte dich

die dich in tiefem Schmerz geboren

und gaben alle dich schon auf

die Mutter gab dich nie verloren.

 

Wenn Du noch eine Mutter hast

dann sollst Du sie in Liebe pflegen

daß sie dereinst ihr müdes Haupt

in Frieden kann zur Ruhe legen.

 

Und hast Du keine Mutter mehr

und kannst du sie nicht mehr beglücken

so kannst du doch ihr frühes Grab

mit frischen Blumenkränzen schmücken.

 

Ein Muttergrab, ein heilig Grab

für Dich die ewig bleibende Stätte

oh wende Dich an diesen Ort

wenn dich umtobt des Lebens Wilde.


Das Gedicht "Mutterliebe" stammt von   (1826 - 1880).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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