Abdallah, Hassans Sohn, der vor dem Großvizier,

Wie vor dem Mahomet, sich bis zur Erde krümmte,

Fleht um ein reiches Amt, das der dem Seraskier,

Dem Pascha Bajazet, freundvetterlich bestimmte.

Ihn hört der Großvizier, und sagt geschwinde: Nein.

Er dankt. Wie? Dein Gesuch wird gänzlich abgeschlagen!

Abdallah kniet, und spricht: Die Huld ist ungemein,

Daß ich nicht harren darf, da sie mir′s gleich versagen.


Das Gedicht "Abdallah" stammt von (* 1708-04-23, † 1754-10-28).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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