Ein Ichthyosaur sich wälzte

Am schlammigen, mulstrigen Sumpf.

Ihm war in der Tiefe der Seele

So säuerlich, saurisch und dumpf,

 

So dämlich, so zäh und so tranig,

So schwer und so bleiern und stumpf;

Er stürzte sich in das Moorbad

Mit platschendem, tappigem Pflumpf.

 

Da sah er der Ichthyosaurin,

So zart und so rund und so schlank,

Ins schmachtende Eidechsenauge,

Da ward er vor Liebe so krank.

 

Da zog es ihn hin zu der Holden

Durchs klebrige Urweltgemüs,

Da ward aus dem Ichthyosauren

Der zärtlichste Ichthyosüß.


Das Gedicht "Prähistorische Ballade" stammt von   (1807 - 1887).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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