Es sinkt der Tag; still wird es weit und breit. –

Auf flüsternder, auf kühler Wasserbahn

Trägt leis zwei Menschen hin ein leichter Kahn,

Zwei stille Menschen, still vor Seligkeit.

 

Der Mann ergreift des Weibes zarte Hand

Und spricht, indem er nah' zu ihr sich bückt,

Der Stimme Zittern mühsam unterdrückt,

Mühsam die Thräne, die im Aug' ihm stand:

 

»O möge keines von uns Zweien doch

Je wiedersehn dieß Land und diesen See,

Das Herz zerrissen von der Trennung Weh!«

Schon war es Nacht. Wir schwiegen. Weißt du's noch?


Das Gedicht "Kahnfahrt" stammt von   (1807 - 1887).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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