Die Drossel singt, die Drossel singt

Dort drüben im Vogelbauer,

Sie kann ein Stückchen, das munter klingt,

Warum denn faßt mich ein Schauer?

 

Eine Drossel sang, eine Drossel sang

Ein Stückchen, genau das gleiche,

Zur Zeit, da ich so todesbang

Umging wie im Schattenreiche.

 

Verschlossen der Geliebten Haus,

Verstoßen aus meinem Himmel,

Gestoßen hinab in der Nachtwelt Graus,

In grinsender Larven Gewimmel!

 

's ist lange her, 's ist lange her,

Doch zuckt mir's durch die Glieder,

Doch wird die Seele mir so schwer,

Als erlebt' ich es eben wieder.


Das Gedicht "Drosselsang" stammt von   (1807 - 1887).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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