Was wünschen und was streben alle Sinnen? –
Sie möchten wieder in das All verschweben.
Was ist das höchste Ziel von allem Streben?
Es will der Mensch, wenn er verklärt, von hinnen.

Drum wollt ihr, sel'gen Götter! Dank gewinnen
Von dem, der hohem Dienste sich ergeben,
In heiliger Natur nur lebt sein Leben,
So laßt ihn schnell in leichten Duft zerrinnen.

Es schwebt die Seele gern auf süßen Tönen,
Und lauschet sinnend, was es wohl verkünde,
Ob auch die Gottheit schon den Wunsch gewähre.

Sie wünscht sich im Gesang so zu verschönen,
Daß ihren Leib das Flammenspiel entzünde,
Sie selbst in leisen Hauch sich bald verkläre.


Das Gedicht "Der Dichter" stammt von   (1772 - 1829).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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