Nimmer wird das Leid geendet,

Dem die Lieder nur gefallen,

Die von ferne leise hallen,

Wo es gern sie hingesendet,

Daß sie wieder zu ihm wallen.

 

Will mich Gegenwart umfangen,

Schöne Liebe gleich erhören,

Liebe Schönheit sich betören,

Muß ich Fernes doch verlangen,

Und nur auf das Echo hören.

 

So wird nie mein Sinn gewendet,

Wenn er hört die Lieder schallen,

Die von ferne leise hallen,

Wo er gern sie hingesendet,

Daß sie wieder zu ihm wallen.


Das Gedicht "Der Sänger" stammt von   (1772 - 1829).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte