Anfang Juni 1775.

 

Süße, heilige Natur,

Laß mich gehn auf deiner Spur!

Leite mich an deiner Hand,

Wie ein Kind am Gängelband!

 

Wenn ich dann ermüdet bin,

Rück ich dir am Busen hin,

Atme süße Himmelslust,

Hangend an der Mutter Brust.

 

Ach, mir ist so wohl bei dir!

Will dich lieben für und für.

Laß mich gehn auf deiner Spur,

Süße, heilige Natur!


Das Gedicht "An die Natur" stammt von   (1750 - 1819).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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