Unterm Baum im Sonnenstrahle

Liegt ein rotes, träges Kind,

Schläft so lange, bis zum Mahle

Früchte abgefallen sind.

 

Einer hängt der schweren Äste

Fast herab auf sein Gesicht,

Beut ihm still der Früchte beste,

Doch sie pflücken mag es nicht.

 

Flink vom fernen Bergesgipfel

Eilt der Mittagswind daher,

Schüttelt leise, und vom Wipfel

Fällt es, gelb, wie Gold, und schwer.

 

Daß das Bübchen, nun die Spende

Aus dem Grase winkt, erwacht,

Setzt auf eine seiner Hände

Sich die kleinste Mücke sacht.


Das Gedicht "Unterm Baum" stammt von   (1813 - 1863).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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