(Zu ihrer Konfirmation.)

 

Das Mägdlein tritt im weißen Feierkleid

Zum erstenmal vor Gott an den Altar,

Und auch der Greisin hält man es bereit,

Die niedersinkt an ihrer Totenbahr′

 

Doch ich, du teures Kind, ich wünsche dir,

Daß, wie am ersten und am letzten Tag,

Dir dies Gewand, der Unschuld ew′ge Zier,

An jedem andern auch geziemen mag.

 

Dir schmückt die junge Brust ein Myrtenzweig,

Und eine Rosenknospe glänzt dabei:

O, werde du der frommen Myrte gleich,

Damit dein Schicksal das der Rose sei!

 

Sie trägt nicht immerdar das freud′ge Rot,

Wenn sie sich löst aus ihrer Knospe Grün,

Doch, ob sie auch so bleich ist, wie der Tod,

Ihr Kelch bewahrt ein letztes stilles Glühn.


Das Gedicht "Meiner Tochter Christine ins Gebetbuch" stammt von   (1813 - 1863).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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