Frei zieh ich durch Dörfer und Städte,

Frei zieh ich von Haus zu Haus,

Und um mein Amt zu vermelden:

Ich glaub, ich säe die Helden

Für künftige Schlachten aus.

 

Einst hatt ich, was ich brauchte,

Jetzt brauch ich, was ich hab,

Noch gibt man mir ganz so gerne,

Wie man mir in der Ferne,

In Feindes Landen gab.

 

Dort schrieb das Quantum der Degen,

Hier schreibt′s der Stelzfuß vor;

Viel schmäler, meinetwegen!

Gewann ich doch an Segen,

Was ich an Brot verlor.

 

Auch sind ja hier nicht die Klingen,

Wie dort, auf mich erpicht;

Ich, dem gedroht jedwede,

Bin sicher jetzt gegen jede,

Nur - gegen die eigne nicht.

 

Dort kommen Buben gesprungen,

Ich nehme den Stein hier zum Sitz,

Am Bettelbrot mich zu stärken.

Wenn sich′s die Buben merken,

So bin ich noch zu was nütz.


Das Gedicht "Der Invalide" stammt von   (1813 - 1863).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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