nachdem er an zwei aufeinander folgenden Tagen der Gefahr, im See zu ertrinken und im Bade erschlagen zu werden, glücklich entgangen war:
Zu welchen ungeheuren Dingen
Hat dich der Himmel noch ersehn?
Wie weit sollst du′s auf Erden bringen?
Das ist seit Cäsar nicht geschehn!
An zwei von deinen Julitagen
In alleräußerster Gefahr,
Und dennoch nichts davongetragen,
Das ist noch mehr als wunderbar.
Gewiß schwebt irgendeine Krone
Schon funkelnd über deinem Haupt.
Der Kaiser fehlt dem deutschen Throne,
Der Papst ward jüngst schon totgeglaubt.
So halte dich der Wahl gewärtig,
Daß du der Völker Sehnen stillst;
Nur werde mit dir selbst erst fertig:
Ob Papst, ob Kaiser, was du willst.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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