Dir, heil′ge Kunst, dir hab′ ich mich ergeben!

Nicht drängt′ ich mich, du riefst mich zum Altare,

Ich rang mit dir, ob ich mich frei bewahre,

Du siegtest, nimm mich denn auf Tod und Leben!

 

Nun wollen Träume meinen Blick umweben,

Ich aber schau′ hinab auf ernste Jahre,

Doch, wie sich auch zum Kampf der Pöbel schare,

Am Ende siegt ein gottgebornes Streben.

 

Viel trage ich, doch schlägt mir die Entbehrung

Der Welt-Idee, auf deren Leib ich hoffe,

Durch Puppen-Larven leicht die Todeswunde.

 

Was tut′s? Die echte Zeugung ist Entleerung

Des Einzelwesens von dem Weltenstoffe

Und geht mit ihrem Vater nicht zugrunde.


Das Gedicht "An die Kunst" stammt von   (1813 - 1863).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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