Bist auf immer du von mir geschieden,

Ideal, das meine Seele schuf?

Ach mit dir entfloh des Herzens Frieden,

Und des Zutrau′ns holder Freundesruf!

So wie still die Abendsonne sinket,

Und sich hebt der Mond aus tiefem Thal,

Wie der Zwillingsstern dem Schiffer winket,

Dem Verbannten seines Herdes Strahl:

Ach so strahlest auf des Lebens Haide

Du mir Hoffnung, Muth und Liebe zu!

Ja, mit dir entfloh des Daseyns Freude,

Wonn′ und Glück, und selbst des Geistes Ruh′!


Das Gedicht "Das Ideal" stammt von   (1765 - 1835).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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