Nacht ist draußen, Licht ist innen,
Draußen Winter, Frühling hier;
Bittrem Haß und süßem Minnen,
Märchen huldig, lauschen wir.

Wie Dornröschen schläft so lange,
Von Schneewittchen licht und schön,
Von der Nixen Wundersange,
Wunderschlössern, Wunderhöh`n.

Zwerge hämmern, Ritter streiten
Gegen grimme Drachenbrut,
Und nach Fahrten und nach Leiden
Macht die Minne Alles gut —

Alter Zeiten heil`ge Sage,
Eine Blume wunderbar!
Wunderbare Kindertage,
Denen jedes Märchen klar!

Tage, wie der einst in Eden,
Wo der Seele Alles licht,
Wo sogar die Steine reden,
Und das Stromes Welle spricht!

Ist ein Märchen bunt und bunter
Nicht die Welt, die Himmelsflur? —
Überall sind Märchenwunder,
Doch das Kind versteht sie nur.


Das Gedicht "Das Märchen" stammt von   (1839 - 1890).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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