Bleibe, Abend will es werden,
Und der Tag hat sich geneigt;
Bleibe, Herr, bei uns auf Erden,
Bis die letzte Klage schweigt.
Wer soll uns`re Tränen stillen,
Wenn es Deine Hand nicht tut;
Wer des Herzens Zug erfüllen,
Wenn nicht Deine Liebesglut?
Ach, so falsch ist ja die Erde,
Ach so schwankend ist das Herz;
Von der Erde voll Beschwerde,
Führe du uns himmelwärts!
Bleibe, Abend will es werden,
Und der Tag neigt sich zur Ruh;
Bleibe, Herr, uns hier auf Erden,
Uns im Himmel bleibe Du!
Das Gedicht "Bleibe, Abend will es werden!" stammt von Franz Alfred Muth (1839 - 1890).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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