Du heilig Meer, ergossen glatt und weit,
Mit grünen Inseln, ew'gem Wellenschlag,
So sonnig leuchtend an dem gold'nen Tag,
So dumpf erbrausend in der nächt'gen Zeit.
Ich lausche dir: sind's Märchen lang' erzählt,
Die wieder tauchen aus dem Wellenschaum,
Die Jugendzeit, des Vaterhauses Traum?
Die Tage schwer, die mich zum Mann gestählt?
Ein Segel fern — was will es? Ist es nicht
Dem Leben gleich mit Lust, mit wehem Leid,
Umwogt vom Meer, verflogen mit der Zeit?
O tiefes Meer, das sich in Wogen bricht.
Eins sah ich über dir wie sonst noch nie:
Die Sterne — und kein Wogen löschte sie.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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