Schnee, zärtliches Grüßen

der Engel,

schwebe, sinke -

breit alles in Schweigen

und Vergessenheit!

Gibt es noch Böses,

wo Schnee liegt?

Verhüllt, verfernt er nicht

alles zu Nahe und Harte

mit seiner beschwichtigenden

Weichheit, und dämpft selbst

die Schritte des Lautesten

in Leise?

Schnee, zärtliches Grüßen

der Engel,

den Menschen, den Tieren! -

Weißeste Feier

der Abgeschiedenheit.


Das Gedicht "Schnee" stammt von   (1894 - 1931).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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