Ich lege meine Stirn auf deines Thrones Stufen;

Ich führe dieses Heer von hunderttausend Hufen,

Ich führe diesen Raub und diesen Sklaventroß,

Ich führe diese Schaar von Ringern und von Schützen,

Die mit dem Dolch gewandt den Bauch der Feinde schlitzen,

Zurück, o König, vor dein Schloß!

 

Gewonnen ist die Schlacht! Wir waren gute Schlächter!

Der Feinde König fiel, ein schlanker, wilder Fechter;

Sein langer Hals war nackt, mein Säbel schnell und scharf.

Im Sande liegt sein Rumpf, der Tigerin zum Mahle.

Erlaube, daß ich dir auf dieser goldnen Schale

Sein triefend Haupt verehren darf.

 

Es trieft von Oele nicht, von Narden und von Salben:

Es trieft von rothem Blut, Gebieter! deinethalben!

Doch dir zum Salböl wird dies dunkle Dschaggasblut.

Ich salbe dich zum Herrn des Reiches, das ich raubte;

Die volle Schale leer′ ich über deinem Haupte

Auf deiner goldnen Krone Glut.

 

Und jene, die gezackt und blank mit gelbem Scheine

Dies todte Haupt umblitzt, jetzt schmücke sie das deine!

Heil, daß ich ihren Glanz auf deiner Stirne seh′! -

Führt die Gefangnen vor! schwingt die gewicht′gen Keulen,

Und durch Trompetenschall und der Erschlagnen Heulen

Jauchzt: Heil dir, Fürst von Dahomeh!


Das Gedicht "Afrikanische Huldigung" stammt von   (1810 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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