O weiche Luft voll Blumenduft,
O Vogelsang der Auen,
Wie sehn ich bang mich Monde lang,
Zu lauschen und zu schauen!
Nun lacht die Erde um mich her
Im Sommersonnenscheine –
Der kleine Finke schlägt nicht mehr,
Die Primel verblüht am Raine!
Die Rosen blühn aus vollem Grün,
Mit lichtem Tau begossen,
Die Sommerpracht ist aufgewacht,
Die Knospenwelt erschlossen.
Was schein die Flur nur heut so leer?
Ich wandle still alleine –
Der kleine Finke schlägt nicht mehr,
Die Primel verblühte am Raine!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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