Und meine Seele

Trat vor mich hin

In kothbesudeltem Purpurgewande

Und sah mich an,

Todestraurig,

Mit schwimmenden Augen...

Und klagend klangen die Worte:

Siegt die Gemeinheit?,

Siegt die Noth des Daseins?

Muss ich sterben?

Und ich nickte,

Langsam,

Wortlos-ergeben,

Dreimal.


Das Gedicht "Und meine Seele" stammt von   (1870 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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