Noch einmal, eh′ die große Nacht
Erdrückend mich umfängt,
Hat eines Auges Sonnenpracht
Mir einen Blick geschenkt.
Es traf ein lichter Funkenstrahl
Mein Dornendiadem,
Ich möchte gern ein letztesmal
Noch beten! - doch zu wem?
Gedichte
Felix Dörmann
Noch einmal, eh′ die große Nacht
Erdrückend mich umfängt,
Hat eines Auges Sonnenpracht
Mir einen Blick geschenkt.
Es traf ein lichter Funkenstrahl
Mein Dornendiadem,
Ich möchte gern ein letztesmal
Noch beten! - doch zu wem?
Das Gedicht "Noch einmal" stammt von Felix Dörmann (1870 - 1928).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.