Dies Büchlein soll ich anempfehlen?

O nein! So lang noch zarte Seelen

Des Herzens Qual, glücklose Minne,

Den Kampf der Pflichten und der Sinne,

Das heilige Walten der Natur,

Im kleinsten Ding der Gottheit Spur,

Die Pein des Sehnens und Ertragens,

Die Schmerzenwonne des Entsagens,

Der Mutterliebe Glück und Wehn

Nachfühlend fassen und versteh′n,

So lange wird in deutschen Landen

Geliebt dies Büchlein und verstanden,

Das mit dem Weihekuß des Schönen

Will friedvoll höchsten Schmerz versöhnen.


Das Gedicht "Zu den Gedichten von L. Rafael" stammt von   (1834 - 1912).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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