All mein′ Gedanken, mein Herz und mein Sinn,

da, wo die Liebste ist, wandern sie hin.

Gehn ihres Weges trotz Mauer und Tor,

da hält kein Riegel, kein Graben nicht vor,

gehn wie die Vögelein hoch durch die Luft,

brauchen kein′ Brücken über Wasser und Kluft,

finden das Städtlein und finden das Haus,

finden ihr Fenster aus allen heraus.

Und klopfen und rufen: Mach auf, lass uns ein,

wir kommen vom Liebsten und grüßen dich fein.


Das Gedicht "All mein′ Gedanken" stammt von   (1834 - 1912).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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