In deinem Zimmer fand ich meine Stätte.

In deinem Zimmer weiß ich, wer ich bin.

Ich liege tagelang in deinem Bette

Und schmiege meinen Körper an dich hin.

 

Ich fühle Tage wechseln und Kalender

Am Laken, das uns frisch bereitet liegt.

Ich staune manchmal still am Bettgeländer,

Wie himmlisch lachend man die Zeit besiegt.

 

Bisweilen steigt aus fernen Straßen unten

Ein Ton zu unserm Federwolkenraum,

Den schlingen wir verschlafen in die bunten

Gobelins, gewirkt aus Küssen, Liebe, Traum.


Das Gedicht "Meiner Frau" stammt von   (1890 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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